Ein Sieg, der hoffen lässt

Okay, heute wäre ich auch fast mit einem Unentschieden zufrieden gewesen. Die Zebras dieser Welt mögen es mir verzeihn – aber wer mich persönlich und/oder ein bisschen besser kennt, der weiß, dass ich seit gut einem Jahr jedes zweite Wochenende in Aachen verbringe.

Ich habe diese Stadt, ihre Menschen – und ja, sogar auch ihren Fußballverein – irgendwie lieb gewonnen (na ja, wie man halt einen Verein lieb gewinnen kann, der einem nicht “überliefert” wurde). Zumal ich, wenn ich in Aachen bin, stets in unmittelbarer Nähe des Tivoli residiere (von dem ich übrigens sehr schöne Fotos gemacht habe, von dem Alten Tivoli, meine ich). Den Alemannen-Fans begegne ich regelmäßig, wenn ich am Lousberg jogge und sie Richtung Stadion unterwegs sind. Und was mir immer wieder auffällt: Dieser Verein ist uns ziemlich ähnlich – und das nicht nur weil er sich auch von Hellmich ein Stadion hat bauen lassen.Was natürlich trotzdem nicht geht (ob bei den Aachenern oder bei unseren eigenen Auswärtsfans) ist, man muss es ja leider immer wieder schreiben, dieses blöde Gezündel im Block.

Das alles soll natürlich nicht heißen, dass ich mich über den Sieg nicht freuen würde. Ich freue mich – ich freue mich sehr. Zumal die drei Punkte aufgrund der starken zweiten Halbzeit absolut verdient sind. Ein Sieg, der mir vor allem eins gezeigt hat: Ja, Koch (immer noch) und Maierhofer sind definitiv zwei große Verluste fürs Team, die Spielweise, den Drang nach vorne. Aber auch ohne sie können die Meidericher gewinnen und sogar schön spielen. Hurra!

Ansonsten ist es – zumindest für mich – zurzeit ein bisschen schwierig, sich für die Liga zu motivieren. Nach oben geht nicht mehr viel, nach unten zum Glück auch nicht, was zählt, ist der Pokal. Wenn ich da im Vorfeld schon mal eine Bitte äußern dürfte: Wäre es möglich, dass wir in Berlin nichtScheiße null vier” singen? Das hört doch kein Mensch, dass wir nicht “Schalke” rufen, und dann meint jeder, das ganze Stadion bestände aus Knappen, die ihren doofen Schlachtruf in die Welt brüllen! Ne, das wollen wir nicht!

In diesem Sinne: Ein schönes gestreiftes Wochenende! Besser hätte es ja eigentlich nicht starten können.

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