Vor zwei Jahren: „Das St. Pauli ABC“

„Neururer hat einfach den schönsten Schnäuzer der Liga.“  Das habe ich wirklich geschrieben! Am 22. August 2009. Damals haben wir gegen Pauli gespielt, ebenfalls auswärts, es gab ein 2:2-Unentschieden. Weil’s so schön war, gibt es im Rückblick heute nochmal „Das St. Pauli ABC“.

A wie Anstoßzeit.
Streng genommen immer noch und immer wieder eine Frechheit. 13 Uhr an einem Samstag! Da schlafe ich noch, mache Sport, stehe bei Aldi in der Schlange oder räume meine Wohnung auf – aber Fußball mag ich um samstags um diese Uhrzeit nicht.

B wie Bilderbuchtor.
Der Ausgleichtreffer durch Kouemaha.

C wie Caibuy.
Schöne Vorlage für Wagner, der das 2:2 macht! Gefällt mir auch sonst gut, kann den Ball halten und auch mal seinen Gegenspielern davondribbeln. Gute Verstärkung.

D wie Ede.
Erst in der 76. eingewechselt, hat da nicht mehr viel reißen können.

E wie Elfmeter.
NA JA!!! Ich denke, Schlicke ist schlicht weggerutscht. Aber musste man wahrscheinlich geben.

F wie Fünfter.
Drei Spiele, fünf Punkte, Platz fünf. Eine zufriedenstellende Bilanz bis hierher.

G wie Gefahrenhorst.
Es gab eine Zeit, da musste man sich beim MSV Sorgen wegen der Offensive machen. Inzwischen muss man sich eher um die Abwehr sorgen. Schlicke und Gefahrenhorst scheinen immer für einen Lapsus gut. Ob Neururer uns mit Frank F. einen Gefallen getan hat?

H wie Hellmich.
Wurde in der Halbzeitpause auf Sky interviewt und erzählte, wie er die von ihm gebaute neue Tribüne am Millerntor findet, und dass er gerne in HH weiter bauen würde.

I wie irreguläres Tor.
Denn durch ein solches haben wir auch beim letzten Mal in Pauli „nur“ 2:2 gespielt. Ihr erinnert Euch: Nachspielzeit, Vorteil, abgepfiffen, Elfmeter??! MEHR…

J wie Jubel.
Wenn ich eins nicht mag, dann sind das jubelnde Fans der Gegenmannschaft, die sich zwischen die Zebra-Anhänger mischen. Nein, auch bei St. Pauli nicht, obwohl ich diesem coolen Chaoten-Club sehr positiv gegenüber stehe. Aber wenn zwei Menschen wild gröhlend aufspringen, weil Pauli in Führung gegangen ist, während sonst der gesamte Steinbruch ruhig bleibt, dann ärgert mich das einfach. Punkt.

K wie Korzynietz.
Hatte heute irgendwie keinen guten Tag. Sollte  am übernächsten Montag gegen Düsseldorf mehr geben.

L wie Leistung.
Die hat heute grundsätzlich gestimmt. Allerdings habe ich wegen unserer wackelnden Abwehr nicht nur einmal feuchte Hände bekommen.

M wie Mach-den-Meier.
So schlimm war das Kopf an Kopf mit Takyi eigentlich nicht. Aber Bodzek hat perfekt den sterbenden Schwan gemacht (obwohl Kopfstoß-Meier das seinerzeit noch beser hinbekommen hat, das muss man ihm lassen). Takyi ist natürlich selber schuld, wenn er sich nach der ersten Gelben (wegen Trikot-Hochziehens!) so doof an einen Gegenspieler ranmacht.

N wie Neururer.
Er hat einfach den schönsten Schnäuzer der Liga.

O wie Oberasbach.
Aus Oberasbach (irgendwo in Franken) kam der Schiri der heutigen Partie, Deniz Aytekin. Obwohl er von den Paulianern gnadenlos ausgepfiffen wurde, muss ich sagen: Souveräne Leistung, Herr… ähm… wie?

P wie Plastikstühle.
Denn mehr ist dieTrainerbank auf Pauli nicht. Gesehen?

Q wie Qualen.
Erleide ich immer dann, wenn Ivo Bälle über das gesamte Duisburger Mittelfeld hinweg nach vorne pölt.

R wie Reservebank.
Darauf saßen heute und sitzen fast immer Herzog (der Arme – das kann ja niemanden befriedigen, immer nur die Nummer zwei zu sein. Ich wünsche ihm, dass er beizeiten mal nen anderen Verein findet) und Tiago. Heute durfte im Übrigen auch Kevin Grund aus der Zweiten auf der Bank Platz nehmen – kenne ich irgendwie gar nicht richtig. Würde ihn aber – wie alle Eigengewächse – schon irgendwann mal sehen wollen.

S wie Starke.
Heute mehrere Glanzparaden. Beim 2:1 für Pauli sah er allerdings nicht so gut aus.

T wie Tiffert.
Sollte ja angeblich, wenn es nach Neururer ginge, in der Nationalmannschaft spielen. (Erzählte der Sky-Kommentator.) Fragt sich nur, in welcher. Aber heute ein prima Spiel gemacht, ehrlich.

U wie unsichtbar.
Denn das war der Spruch, den sich Takyi aufs T-Shirt gepinselt hatte, für uns TV-Zuschauer. Wegen der blendenden Sonne. Also wirklich ganz umsonst das Trikot gelupft. Halt, nicht ganz umsonst. Schließlich gab’s schön ne Gelbe für die Aktion.

V wie Vorentscheidung.
Die hatte Naki in der 56. auf dem Fuß, als er ganz alleine aufs Tor zulief (Herzstillstand!!!). Er vertändelte dann aber – zum Glück.

W wie Wagner.
Sehr schön, weiter so! Und Brügge und Eindhoven sind doch eh doof.

X wie absolut total selten.
Denn X ist der zweitseltenste Buchstabe in deutschen Texten. Ich behaupte mal tollkühn, in der Fußballsprache kommt das X gar nicht vor!

Y wie total selten.
Denn der Buchstabe Y hat in deutschen Texten eine durchschnittliche Häufigkeit von 0,04 %. Er ist damit der drittseltenste Buchstabe.

Z wie zum dritten Mal in Folge.
Starke, Korzynietz, Schlicke, Wagner, Kouemaha, Bodzek, Yankov, Veigneau, Fahrenhorst, Tararache, Tiffert – zum dritten Mal in Folge liefen die Zebras mit der gleichen Anfangsformation auf.

2 Gedanken zu “Vor zwei Jahren: „Das St. Pauli ABC“

  1. ich geh mal davon aus, dass dich die frisur vom schnäuzer abgelenkt hat 😉