2:3 gegen den Meister. Oder: Die Nachspielzeit – ich hasse sie

Als ich heute ins Stadion gefahren bin, bin ich gefragt worden: „Na, gehste Dich wieder ne Runde ärgern?“ Ne, ich wollte mich nicht wieder ärgern. Und ich habe mich auch nicht ärgern lassen. 45 Minuten lang.In schier grenzenloser, entspannter Ruhe saß ich auf meinem Platz und habe erst das 0:1, dann das 0:2 ohne große Gefühlsregung über mich ergehen lassen. Egal. Kannste eh nix machen, wir können nix machen!

Habe mir ja fast ein 0:9 gewünscht, damit endlich irgendwas passieren muss beim MSV. Ich meine, es ist nicht richtig, alles auf den Trainer zu schieben. Aber es kann doch auch nicht richtig sein, dass wir der einzige Club sind, der mit seinem Coach notfalls auch in die Dritte Liga geht?!

So eine erste Halbzeit darf einfach nicht passieren! Die Duisburger Abwehr: Nicht erstligatauglich, sagen sie gerade in der Sportschau. Meine Güte, das muss doch auch ein Bommer sehen! Was machen die eigentlich im Training?

Ich war also ganz ruhig. Egal. Zweite Liga, wir kommen. Egal.

Und dann stürmen die Zebras plötzlich aus der Kabine, eine ganz andere Mannschaft. Also scheint Bommer die Mannschaft doch noch zu erreichen?! Schießen die erst ein, dann zwei Tore, und – zack! – zappele ich wieder im Spinnennetz der Nervosität. Gezittert habe ich, gebangt, gehofft. Und gescherzt haben wir. Haha, die machen bestimmt in der Nachspielzeit das 2:3. Haha! Sehr witzig.

Mir ist nicht mehr zum Lachen zumute.

P.S.:

SMS-Dialog zwischen mir und dem Freund einer Freundin (der ist Bielefeld-Fan):

Saschi (16:12 Uhr): Oh, oh!

Tina (16.13 Uhr): Egal. Geht mir echt langsam am Arsch vorbei.

Tina (16:46 Uhr): Oh Mann, wieder alles möglich hier!

Tina (17:17 Uhr): Ich kotze!

Saschi (17:23 Uhr): Gleiches Schicksal für alle. 🙁

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