Fürth, wir kommen.

Wie soll das ein normaler Fußballfan aushalten? Ich versuche die ganze Zeit, einen passenden Vergleich zu finden, der ausdrückt, wie qualvoll diese Saison für die Zebras ist. Aber mit fällt keiner ein.Wie wär’s damit:

Ein guter, alter Freunde (Du kennst ihn schon seit Jahren) macht immer wieder dasselbe Versprechen. Du glaubst ihm, er bricht sein Versprechen. Du verlierst alle Hoffnung in ihn, dann benimmt er sich plötzlich wieder vorbildlich und macht alles gut. Du freust Dich, denn eigentlich hast Du diesen Freund richtigrichtig gerne und möchtest ihn nicht missen. Du beginnst, ihm wieder zu vertrauen.

Und dann brettert er Dir wieder einen rein.

Du verlierst alles Hoffnung, er überrascht Dich…

Und so weiter, und so weiter.

So in etwa fühle ich mich. Die beschriebene Situation trifft es nicht ganz. Aber jeder Zebra-Fan wird wissen, was ich meine…

Ich glaube, das war bisher einfach die besch*** Saison, die ich je erlebt habe…

Und was war das heute wieder für eine Qual! Wie kann man die erste Halbzeit so verpennen. Ging ja auch um nichts in Nürnberg. Ich raffe das nicht. Da schwätzen Bommer und Co. noch gestern was von „alles toll, super Laune, wir sind heiß„, und heute auf dem Platz verlieren die Herrschaften in den ersten 45 Minuten rund 60 Prozent (!) aller Zweikämpfe und schießen drei Mal kläglich aufs Tor, während die Franken 13 Mal draufhauen und auch gleich zwei Mal treffen.

In der Halbzeitpause fällt unserem Coach auch nichts Besseres ein, als Lavric einzuwechseln. Okay, wen hätte er sonst einwechseln sollen, Daun ist ja genauso schlecht. Aber Lavric hat uns doch in dieser Saison noch nie etwas gebracht. Und heute auch nicht.

Dass die Nürnberger zumachen würden nach der Pause, das war ja ganz klar. Die Duisburger wurden plötzlich ein bisschen agiler, aber ein bisschen reicht eben nicht im Abstiegskampf.

Ist jetzt alles vorbei? Nein, immer noch nicht ganz. Zumindest theoretisch. Aber ich möchte den „Freund“ (ich kenne ihn schon seit Jahren) am liebsten aus meinem Leben rausschmeißen. Ich habe keine Hoffnung mehr, und dieses ewige Auf und Ab hat mich ganz mürbe gemacht…

 

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