Abgestiegen.

Jetzt ist es also amtlich. Habe es eben über Handy erfahren und auch schon die ersten Beileidsbekundungen per SMS erhalten.Ich bin froh, dass ich heute nicht im Stadion gewesen bin, denn bis die Hoffnung wirklichwirklich ganz und gar und endgültig gestorben war, sind nochmal schrecklich quälende 90 Minuten mit drei Toren für die Bayern in der ersten und zwei Toren für uns in der zweiten Halbzeit vergangen. Wie bitter, wie bitter. Kann mir vorstellen, dass die Arena gekocht haben muss nach den beiden Treffern von Tara und Daun. Und dann doch keinen Punkt geholt. Na, fast symptomatisch für die gesamte Saison, dieser Spielverlauf.

Ich bin nicht wirklich traurig. Ich bin nicht wirklich enttäuscht. Keine Tränen mehr für diesen Verein, der mich das ganze letzte Jahr über so fertig gemacht hat, dass ich mich jetzt fast freue, dass der Abstieg sicher ist.

Bin eben gefragt worden (von einem, der erst einmal in seinem Leben ein Fußballspiel live gesehen hat, der Glückliche), ob es nicht egal sei, in welcher Liga man seinem Verein anfeuern würde? Wichtig dürfte doch nur sein, dass man den Verein, an dem man sein Herz gehängt hat, spielen sieht. Neinnein, habe ich natürlich erwidert, es ist ganz und gar etwas Anderes, ob man sich mit 10.000 Männeken ein Spiel gegen Wiesbaden anschaut oder mit drei Mal so vielen Fans eines gegen Schlacke.

Andererseits – auch in der Zweiten Liga bleibe ich ein Zebra. Dann eben wieder freitags um 18 Uhr (liebe Arbeitskollegen, stellt Euch schon mal darauf ein…). Einmal Zebra, immer Zebra.

Viele abgestiegene Grüße aus Leipzsch. Seid nicht so traurig. Es kommen wieder siegreichere Zeiten! Vielleicht gegen Wiesbaden…

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