Versöhnliches zum Abschluss

Ganz ehrlich: Ich bin heute ins Stadion gegangen, um nochmal gemütlich mit den Jungs (und damit meine ich nicht die Spieler, sondern meine Bekannten) quasseln zu können. Dass ich auch Fußball sehen würde (und dazu noch richtig guten), darauf hatte ich eigentlich nicht zu hoffen gewagt.

Auch nicht darauf, dass Osnabrück mit so vielen Fans anreisen und richtig Stimmung inne Bude machen würde. Als ich mich um zehn vor zwei (mal wieder viel zu spät, wie soll das nächste Saison mit den neuen Anstoßzeiten werden?) in unsere Reihe gezwängt habe, war ich ziemlich verdattert, dass der VfL eine solch gewaltige Anhängerschaft mitgebracht hatte. Wusste gar nicht, dass Osnabrück überhaupt so viele Einwohner hat.

 

Ebenso verdattert war ich über das schöne Spiel, das unsere Zebras auf den Rasen zauberten. Warum nicht immer so – diese Frage schoss mir vor allem in Halbzeit eins alle paar Minuten durch den Kopf. Und: Wenn wir so gegen Koblenz…Oder gegen Oberhausen…

Aber egal, die Saison ist aus, Ende, vorbei. Ab August wird wieder angegriffen. Gegen Düsseldorf (Glückwunsch zum Aufstieg, Ihr Pfeifen), Bielefeld (da habt Ihr also bekommen, was Ihr schon lange verdient habt das tut mir leid, dass Ihr abgestiegen sei), Mönchengladbach, RWO, Aachen… Es gibt echt Schlimmeres.

However. Ich hatte heute richtig Spaß an und mit unseren Duisburger Jungs. So leicht kann sich Fußball anfühlen!

Ein bisschen üben muss allerdings noch Sandro Gomez Wagner. Meine Güte, wie viele Chancen kann man haben, ohne ein Tor zu machen? Und als er dann auch noch freistehend im 16er ausgeditscht und über seine eigenen Füße gestolpert ist…Öhöm. Aber ich sach mal: Dran bleiben, Sandro! Das wird schon!

Einen besonderen Applaus bitte einmal für unseren Makiadi, der mit 16 Toren Torschützenkönig geworden ist! Mit nur zwei Toren weniger lauert unser Dorsch übrigens auf Platz 14. Ebenfalls Glückwunsch!

Zu guter Letzt sende ich noch Grüße nach Osnabrück. Ich wünsche Euch viel Glück gegen Paderborn und habe Respekt vor allen, die heute mit in Duisburg waren. Es tut mir leid, dass aus unserer Kurve Rufe wie „Absteiger, Absteiger!“ zu hören waren. Ich habe nicht mitgegrölt, weil ich genau weiß, wie weh es tut, ganz unten in der Tabelle zu stehen und dann auch noch von den gegnerischen Fans verhöhnt zu werden. Das hat vielleicht Rot-Weiss Essen verdient. Ihr aber nicht. Also, macht es gut – und vielleicht sehen wir uns nächste Saison ja wieder.

Bis dahin müssen wir alle aber erstmal zwei schreckliche Monate ohne Wutanfälle, Adrenalischübe und (manchmal) Freudentränen überstehen. Wie das gehen soll? Ich weiß es nicht.

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