Ein bisschen müde, ein bisschen verbittert?

9.027. Nur. Noch nicht einmal 10.000 Menschen wollten das Benefizspiel gegen Schalke sehen und mit dem Kauf ihrer Eintrittskarte die Opfer der Love Parade unterstützen. 9.027. Das ist wenig. Vor allem wenn man bedenkt, dass zu einem normalen Zweitligaspiel in der vergangenen Saison durchschnittlich 14.000 kamen. (Was im Übrigen auch zu wenig ist!) Gut, das heute war ein Freundschafts- und kein Meisterschaftsspiel. Es sind Sommerferien. Es ist mitten in der Woche. Aber gegen Schalke. Nicht gegen Kleinkleckersheim. Und für die gute Sache!

Eigentlich, tja eigentlich darf ich mich dazu gar nicht räuspern. Denn: Ich gebe zu – auch ich war heute nicht im Stadion. Der Wille war da, aber der Zeitpunkt schlecht. Ich bin nicht rausgekommen aus dem Büro, es wurde später und später. So viel zum Thema „mitten in der Woche, 18.45 Uhr“. Vielleicht ist es vielen wie mir ergangen. Aber die Frage bleibt: Ist diese Stadt – nach gefühlt 9.027 TV-Reportagen, „Doku-Dramen“, Zeitungsberichten und Radiobeiträgen über „den“ Tunnel –  ein bisschen müde, ein bisschen verbittert? Ich sage nicht, dass das richtig wäre. Ich vermute lediglich, dass es so sein könnte.

Mein Dank jedenfalls geht an beide Vereine, die dieses Spiel möglich gemacht haben! Und meine Gedanken an die Familien der Opfer, denen  ich weiterhin viel Kraft wünsche.

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