Ausverkauf beim MSV. Oder: Zwei Wege, in die Zukunft zu blicken

Alles muss raus! Diesen Eindruck kann bekommen, wer zurzeit die Meldungen aus dem Zebra-Stall liest.Die bisherige Streichliste:

Tom Starke (wahrscheinlich Hoffenheim)

Christian Tiffert (K’lautern)

Frank Fahrenhorst

Kristoffer Andersen

Björn Schlicke

Bernd Korzynietz

Nicky Adler

Mihai Tararache

Ganz ehrlich – mir tut es um keinen wirklich leid. Am ehesten noch bei Tararache, dessen Freigabe der Kicker vermeldet, und Starke. Aber mit Herzog haben wir einen guten Mann zwischen den Pfosten. Und Mihai hat in dieser Saison nur elf Spiele gemacht… Die Frage ist natürlich, warum ein Andersen gehen muss. Und ein Adler. Die beiden werden nicht die Welt verdienen. Aber alles Jammern hilft nichts. Der Verein muss Auflagen erfüllen, der Kraftakt, zweimal hintereinander das geplante Saisonziel Aufstieg zu verpassen, hat viel Geld verschlungen.Und wenn nicht jetzt einen radikalen Schnitt – wann dann?

Es gibt jetzt zwei Arten, in die gestreifte Zukunft zu blicken:

Entweder zittern wir schon jetzt kollektiv vor dem Abstiegskampf, der uns in der nächsten Saison erwartet erwarten könnte und prophezeien uns gegenseitig das Schlimmste.

Oder wir denken im Stillen: Okay, jetzt wird alles anders. Aber vielleicht tut das gar nicht weh. Vielleicht war es ein Fehler, zwei Spielzeiten hintereinander jeweils gefühlte 20 neue und sehr teure Spieler einzukaufen. Vielleicht ist man beim MSV besser mit jungen, hungrigen No-Name-Akteuren bedient, die man kontinuierlich aufbauen kann und die vor allem eins wollen: SPIELEN. KÄMPFEN. SIEGEN. Vielleicht brauchen wir tatsächlich „frisches Blut“. Und wenn wir nächste Saison auch nicht um den Aufstieg spielen werden – vielleicht wird es wieder Spaß machen, zum MSV zu gehen, weil man ein Team zu sehen bekommt? Die Krise als Chance also! Warum eigentlich nicht? Fest steht doch: So weitergehen kann es nicht. Soll es nicht. Darf es nicht.

Ich jedenfalls bin gespannt. Und die Dauerkarte ist im Geiste bereits gekauft.

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